HÄMATOLOGISCH ONKOLOGISCHER SCHWERPUNKT
Dres. Müller-Hagen | Bertram | Kollegen

Beratung zu Ernährung bei Krebs

Krebs verschlägt häufig den Appetit. Nicht selten verursachen auch die verschiedenen Behandlungsarten (OP, Bestrahlung, Medikamente) der Krebserkrankung Übelkeit oder mindern Geschmacks- und Geruchsempfinden und die Freude am Essen. Vielleicht funktionieren durch Tumore im Bereich von Mund, Speiseröhre oder Darm Nahrungsaufnahme oder Nahrungstransport nicht optimal, vielleicht verursacht die Chemotherapie Übelkeit oder sie macht die Schleimhaut kaputt, möglicherweise verschlimmert durch eine Bestrahlung. Manche Operationen haben Folgen an den Verdauungsfunktionen. Manchmal steuert die bösartig-zehrende Erkrankung den Stoffwechsel so um, dass Gewicht verloren geht.
 

Nicht selten geschieht das in Form eines Verlustes an Muskelmasse - dann auch noch mit allen Folgen für Kraft und Lebensqualität. Aber immer wieder sehen wir, dass unsere Patienten das nicht einfach hinnehmen müssen. Eine qualifizierte Analyse und eine Fachberatung können diese Probleme zwar nicht unbedingt ungeschehen machen. Nicht selten können die Nachteile aber beträchtlich gelindert werden. Wir sind froh, dass wir zum Wohl unserer Patienten hierzu auf den Rat einer Spezialistin zurückgreifen können:

Frau Dipl. Oecotrophologin C. Seiß ist als Ernährungswissenschaftlerin in der Lage, individuell die Situation zu analysieren und zu beraten. Wir ermutigen unsere Patientinnen und Patienten, ihre Sprechstunde in unseren Praxisräumen in Schnelsen in Anspruch zu nehmen, und ggf. auch ihre Angehörigen / Partner mit zubringen, die zu Haus für Kochen und Einkauf die Verantwortung haben. Die Termine können an der Praxisrezeption abgemacht werden.

Wichtig ist dann, dass Frau Seiß detaillierte Informationen über den Erkrankungsstand erhält: Sie muss Einblick in die Akten erhalten. Häufig wird die Analyse, die jeder Beratung vorausgehen muss, mit einer Messung von Körperwasser, Muskelmasse und Fett verbunden (BIA = Bioimpedanzanalyse).

Der Schwerpunkt der Beratung liegt immer erst einmal auf den Dingen, die man selbst tun kann und soll. Es kann aber auch Ergebnis der Beratung sein, dass kalorische Nahrungsergänzungen oder besondere Kostformen sinnvoll sind. Wenn, was nicht allzu häufig vorkommt, das Ergebnis der Analyse sein sollte, dass eine intravenöse Ernährung sinnvoll ist, ist Frau Seiß diejenige, die am kompetentesten die Zusammensetzung bestimmen und organisatorische Fragen zu regeln versteht. Wir sind froh, mit ihr zusammenarbeiten zu können und ermutigen unsere Patienten, ihren Rat zu suchen.

Ein organisatorischer Hinweis

Gefühlt gehört Frau Seiß in unser Team. Formal sieht das anders aus, denn sie arbeitet für die Firma GHD, mit der wir beim Thema Ernährung gezielt kooperieren. Wenn unsere Patienten beraten werden, benötigt Frau Seiß auch Einblick in die Krankenunterlagen und soll die Ergebnisse ebenfalls in der Akte dokumentieren. Dafür braucht sie eine Erlaubnis, die extra eingeholt werden muss. Die Beratung hilft auch den Ärzten: Die Analysen erlauben uns zu entscheiden, ob Rezepte ausgestellt werden, beispielsweise für hochkalorische Zusatznahrung. Für unsere Patienten fallen keine Beratungskosten an.