HÄMATOLOGISCH ONKOLOGISCHER SCHWERPUNKT
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Curcurmin

Substanz:

Inhaltsstoff von Curcuma longa, unter anderem im Currygewürz enthalten.

Primärprophylaxe:

Für den Menschen nicht bewiesen, aber im Tierversuch gezeigt: Curcurmin kann die Aktivität von Entzündungsenzymen vermindern und dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Tumorentstehung absenken.

Anti-Tumor-Wirkung:

Daten aus Zellexperimenten und aus Tierversuchen legen nahe, dass Curcurmin Zellteilung vermindern und Zelltod auslösen kann. Es kann die Rate an Resistenzen gegen Chemotherapeutika mindern. Es wird geprüft als Begleitmedikation zu Chemotherapie gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs, allerdings ist man (Anfang 2009) hier erst soweit, dass verträgliche Dosierungen geklärt wurden. Eine Aussage zum Nutzen fehlt noch.

Wechselwirkungen:

Curcurmin unterstützt die Wirkung von Chemotherapien mit den Medikamenten Gemcitabin, Oxaliplatin, Paclitaxel.

Bemerkung:

Dr. Hübner, Habichtswald-Klinik, kommentiert Curcurmin so: .. gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen mit den besten in-vitro- und tierexperimentellen Belegen für die direkte antitumorale Wirkung und die synergistischen Wirkungen mit Chemotherapeutika.  .. werden in den kommenden Jahren erste Daten aus den derzeit in den USA laufenden Studien zur Kombination von Curcurmin mit Zytostatika bei gastrointestinalen Tumoren erwartet. Diese sollten abgewartet werden, bevor aus onkologischer Sicht der Einsatz dieser Substanz empfohlen werden kann. (onko-update 2009, Berlin)
 

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