HÄMATOLOGISCH ONKOLOGISCHER SCHWERPUNKT
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Umgang mit Loperamid / Lopedium / Imodium

Viele unserer Patienten haben von uns vorbeugend ein Rezept über Loperamid erhalten. Das geben wir mit, wenn man von vornherein weiß, dass mit der jeweiligen Chemotherapie eine etwas erhöhte Wahrscheinlichkeit von Durchfall verbunden ist. Auf unserem Laufzettel ist in Kurzform notiert, was beachtet werden muss.

Keine Angst vor Loperamid

Keine Angst vor diesem Medikament! Unter Chemotherapie kann man sehr viel davon vertragen und die Dosierungsobergrenzen, die für "normalen Reisedurchfall" gelten (meist geben die Hersteller 8 Stück pro Tag an), müssen nicht unbedingt eingehalten werden, wenn man schwere Chemo-Durchfälle behandelt: hier können es auch 12-16 werden.

Bei Chemotherapie gelten höhere Dosierungen als gegen Reisedurchfall

Viele Patienten dosieren zu niedrig. Machen Sie diesen Fehler nicht! Entscheidend ist, dass der Durchfall gestoppt wird. Wenn über ein paar Tage (aber immer mit uns absprechen!) dafür eine höhere Dosis nötig ist, dann ist das in Ordnung. Solange der Stuhl noch zu dünn ist und zu oft kommt, liegt keine Überdosierung vor. Ein starker Verlust an Flüssigkeit und Salzen könnte gefährlicher sein, als dem Beipackzettel nicht 100% zu gehorchen.

Natürlich gilt immer: Wenn Sie Zweifel haben, ob Sie die Dosierungsvorschriften, die für Ihre spezielle Situation gelten, richtig verstanden haben, fragen Sie nach. Auch dafür haben unsere Patienten die Notfallnummer.

 

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