HÄMATOLOGISCH ONKOLOGISCHER SCHWERPUNKT
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Krebsregister der Länder

Alle deutschen Bundesländer haben Krebsregister. Das sind gesetzlich geregelte Einrichtungen, deren Aufgabe - kurz gesagt - darin besteht, für Zwecke der Politik und Forschung überhaupt erst einmal zu klären, wie häufig und wo Krebserkrankungen vorkommen und wie lange Menschen mit Krebs leben. Beispielsweise war es nur mit Hilfe des Registers möglich, zu untersuchen, ob in der Nähe von Kernkraftwerken häufiger als anderswo Kinder an Leukämie erkranken oder nicht.

Letztlich kann eine vernünftige Krankenhausplanung nur dann richtige Weichen stellen, wenn die Verantwortlichen wissen, worauf man sich einstellen muss. Politiker und auch Krankenkassen können nur dann entscheiden, welche Leistungen wichtig sind, wenn sie überblicken können, was auf die Gesellschaft zukommt. Diese Ebene der Datenerfassung (epidemiologisches Register) ist erprobt und hat gerade in Hamburg eine lange Erfolgsgeschichte. Inzwischen hat der Gesetzgeber entschieden, detailliertere Daten zusammenzuführen - Stadien, Therapien, Ergebnisse. Wir sehen das als Langzeitprojekt mit noch erheblichem Bedarf nach organisatorischen Verbesserungen. 12/2016 jedenfalls lassen sich für uns noch keine konkret verwertbaren Ergebnisse dieser intensivierten Registertätigkeit erkennen.

Wir sind mit Strafandrohung gesetzlich verpflichtet, Daten weiterzuleiten, außer Patienten haben ausdrücklich widersprochen. Die Inhalte bzw. das Datenformat sind bundesweit normiert. Das machen wir und möchten darauf hinweisen, dass wir nach wie vor auf Erkenntnisse auch aus solchen Registern angewiesen sind, damit Verbesserungen erreicht werden.

 

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