HÄMATOLOGISCH ONKOLOGISCHER SCHWERPUNKT
Dres. Müller-Hagen | Bertram | Graefe | Kollegen

Das wird geprüft

Manche Patienten können in unserer Praxis im Rahmen der unten gelisteten Studienprotokolle behandelt werden. Wir bemühen uns, diese Liste mit Erkrankung / Studienkurzbezeichnung / Langname / Erläuterung immer aktuell zu halten. Wir müssen aber zugeben, dass es gelegentlich ein paar Wochen dauert, bis wir Veränderungen im Studienportfolio hochgeladen haben. Im Zweifelsfall nehmen Sie also bitte Kontakt mit uns auf.

An diesen wissenschaftlichen Untersuchungen sind wir beteiligt

Beteiligung bedeutet: Wir sind in ständigem Kontakt mit den wissenschaftlichen Gruppen, behandeln strikt nach den standardisierten und sowohl wissenschaftlich abgesicherten als auch durch Ethikkommissionen genehmigten Vorgaben und dokumentieren Ergebnisse so, dass sie wissenschaftlich auswertbar sind. Dafür leisten wir uns, ein hochspezialisiertes Studienbüro zu unterhalten. Frau Göricke als Studienkoordinatorin stellt sicher, dass absolut alles nach Plan läuft. Ein  Wort zum Geld: Die Teilnahme an diesen wissenschaftlichen Studien ist bestenfalls kostendeckend.

HD 21 (GHSG)

Therapieoptimierungsstudie in der Primärtherapie des fortgeschrittenen Hodgkin Lymphoms: Vergleich von 4-6 Zyklen BEACOPPesk. Vs. BrECADD. Therapiestratifizierung mittels FDG-PET

Vereinfacht: Es soll herausgefunden werden, ob Patienten, die an der bösartigen Lympherkrankung "Hodgkin-Lymphom" (die man meistens heilen kann) erkrankt sind, mit Hilfe neuerer Medikamente mit höherer Wahrscheinlichkeit und unter Inkaufnahme von weniger unerwünschten Medikamenteneffekten behandelt werden können.

CLL12 (CLL-Studiengruppe)

Placebo kontrollierte, doppelblinde, randomisierte Studie der Phase III. Wirksamkeit und Sicherheitsprofil für Ibrutinib vs. Placebo für Pat. mit Binet A und erhöhtem Risiko einer Progression.

Vereinfacht: Es soll herausgefunden werden, ob Patienten, die an der bösartigen Lympherkrankung "chronische lymphatische Leukämie im frühen Stadium" (die man meistens bisher erst in späteren Stadien beginnen würde zu behandeln) erkrankt sind, mit Hilfe des neuartigen Wirkstoffes Ibrutinib mit besserer Langzeitwirkung und unter Inkaufnahme von weniger unerwünschten Medikamentenwirkungen behandeln kann, wenn man vorher herausgearbeitet hat, ob sie zu einer stärker gefährdeten Untergruppe gehören.

Optimal 60+ Studie (DSHNHL 2009-1)

Improvement of Outcome and Reduction of Toxicity in Elderly Patients with CD20 agressive B-Cell-Lymphoma by an Optimised Schedule of the Monoclonal Antibody Rituximab, Substitution of Conventional by Liposomal Vincristine and FDG-PET based Reduction of Therapy

Vereinfacht: Es soll herausgefunden werden, ob Patienten, die an der bösartigen Lympherkrankung "hochmalignes B-Zell-Lymphom" (die man relativ häufig heilen kann) erkrankt sind, mit Hilfe neuerer Medikamente ("liposomales Vincristin") und durch Anwendung der Diagnostikmethode PET (= Positronen-Emissions-Tomographie) mit höherer Wahrscheinlichkeit und unter Inkaufnahme von weniger unerwünschten Medikamenteneffekten behandelt werden können.

CONKO 007 (CONKO-Studiengruppe)

Randomisierte Phase III-Studie zum Stellenwert einer Radiochemotherapie nach Induktionschemotherapie beim lokal begrenzten, inoperablen Pankreaskarzinom

Vereinfacht: Es soll herausgefunden werden, ob Patienten, die an einem bestimmten Stadium von Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt sind (zwar ohne Streuungen in andere Organe, aber doch so fortgeschritten, dass nicht mehr operiert werden kann), besser mit Hilfe von einer Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung behandelt werden können.

Nepafox (Studiengruppe Frankfurt, Klinikum Nordwest)

Randomisierte multizentrische Phase II/III Studie mit adjuvantem Gemcitabin versus neoadjuvant / adjuvantem FOLFIRINOX bei resektablem Pankreaskarzinom

Vereinfacht: Es soll herausgefunden werden, ob Patienten, die an einem bestimmten Stadium von Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt sind (zwar ohne Streuungen in andere Organe, undoperabel), mit besseren Langzeitergebnissen durch Vorwegnahme einer Chemotherapie vor statt nach der OP behandelt werden können.

 

Weitere Datenerhebungen

Es gibt in der Onkologie darüber hinaus den Bedarf nach Erkenntnissen, deren Gewinnung wissenschaftlich weniger anspruchsvoll ist. Beispiel:

Häufig vom Gesetzgeber gefordert: Noch nach Zulassung von Medikamenten werden Erkenntnisse über Langzeitverträglichkeit benötigt.

Teils ergeben sich hochrelevante Einsichten über Unterschiede zwischen tatsächlicher Versorgung einerseits und Studienergebnissen andererseits erst aus dem Vergleich von Versorgungsdaten. Die gewinnt man, indem über längere Zeiträume in vielen Einrichtungen ziemlich unselektiert nachgesehen wird, wie mehr oder weniger alle Betroffenen mit bestimmten Diagnosen behandelt werden. Es geht also um anonyme Beobachtungen im Nachhinein. Anders als bei Studien beeinflusst die Dokumentation nicht die Behandlungsentscheidung. Wenn man aber einige Tausend Patienten in Deutschland in einem überschaubaren Zeitraum mit nur einer Diagnose auswerten kann, wird erst wirklich klar, welchen Wert Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen an wenigen hundert ausgewählten Teilnehmern tatsächlich haben. Dieser grundsätzliche Ansatz der Versorgungsforschung wird von uns ebenfalls unterstützt. Durch ihn können wir an der Realität überprüfen, ob die von Wissenschaftlern als maßgeblich präsentierten Forschungsergebnisse den Test der Alltagstauglichkeit bestehen.

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