HÄMATOLOGISCH ONKOLOGISCHER SCHWERPUNKT
Dres. Müller-Hagen | Bertram | Graefe | Kollegen

Hausärztin / Hausarzt - durch nichts zu ersetzen!

Selbstverständlich brauchen Sie Ihren Hausarzt / Ihre Hausärztin weiter, auch wenn Sie zu uns kommen (müssen). Wir arbeiten sehr spezialisiert und haben unseren gesamten Praxisbetrieb daraufhin ausgerichtet, dass die hämatologische und onkologische Versorgung sehr gut funktioniert. Unsere Strukturen und Kompetenzen können und wollen das Leistungsspektrum von Hausärzten auf keinen Fall ersetzen.

Jeder verschreibt "seine" Medikamente

In der Regel verschreiben wir die Medikamente, die bisher hausärztlich verschrieben wurden, NICHT. Wir können und wollen den hausärztlichen Kollegen Behandlungsentscheidungen nicht aus der Hand nehmen. Klar ist aber auch: Wenn unserem Patienten gerade heute ein Medikament ausgegangen ist und er sowieso hier ist, lassen sich ihm durch Zusammenarbeit doppelte Wege ersparen. "Einmischungen" in die Medikation können sich im Einzelfall bei Unverträglichkeiten zwischen hausärztlich verordneter Medikation und von uns verordneten Krebsmitteln ergeben. So etwas klären wir unkompliziert, wenn es tatsächlich einmal anliegt.

Spezialfall hoher Blutdruck.

Nicht so selten erleben wir, dass chronisch zu hoher Blutdruck unter hausärztlicher Behandlung mit Blutdrucksenkern erst noch gut eingestellt war. Wenn aber jetzt unsere Krebsbehandlung dazu kommt, wird er viel stärker abgesenkt, als man das wollte oder vertragen könnte. Gut, wenn dann Patienten in der Lage sind, ihre Verantwortung für sich in die Hand zu nehmen und selbst den Druck zu messen und zu protokollieren. Wenn wir dann gemeinsam die zu tiefen Werte ansehen, bekommen wir rasch die Ursache für Schwindel, Schwäche oder Antriebsarmut heraus. Konsequenz kann dann schon sein, dass wir eine Dosisminderung verordnen - obwohl die ursprüngliche Verschreibung nicht von uns kam.

Keine Hausbesuche

Hausbesuche im Rahmen der hämatologischen und onkologischen Versorgung machen wir im Grundsatz nicht. Das ist für uns nicht zu leisten und würde dazu führen, dass wir in der Praxis wesentliche Aufgaben nicht schaffen würden - unsere knapp angegebenen Sprechzeiten sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir sehr lange Arbeitstage haben. Es mag in Zusammenhang mit der Behandlung zu Situationen kommen, in denen ein Hausbesuch gebraucht wird. Erfahrungsgemäß funktionieren die Absprachen mit den Hausärzten dann aber hervorragend.

Wir sehen uns also als Spezialisten mit Beraterfunktion in unserem Gebiet, und wir ersetzen Hausärzte keineswegs. Weder wären wir dafür qualifiziert, noch wollten wir das.

Wozu also eine Fachärztin für Allgemeinmedizin im Ärzteteam?

Selbstverständlich gibt es erhebliche Überschneidungen zwischen dem, was in Zusammenhang mit Krebstherapie zu bedenken ist, und allgemeinmedizinischen Fragen. Allgemeinmediziner kennen sich mit vielen Dingen gut aus, die Krebspatienten brauchen. In den letzten Jahren ist unsere Schwerpunktpraxis kontinuierlich gewachsen. Die Arbeit muss auf mehr Schultern verteilt werden - und dahin, wo sie qualifiziert geleistet wird und wo sie im Regelsystem der Kassen auch abgerechnet werden darf. Wir freuen uns, Fr. Winterberg im Ärzteteam zu haben, die vor allem bei psychosomatischen Fragen, bei sozialmedizinischen Themen, in der Tumornachsorge, beim Impfen gefragt ist. Da sie hämatologisch und onkologisch erfahren ist, kann sie selbstverständlich auch Patienten zwischen Therapien sehen (wie Hausärzte es auch tun), oder akut Dosierungen anpassen von Therapien, die hämatologisch oder onkologisch fachärztlich verantwortet werden. Darüber hinaus gibt es in einem großen Betrieb viele Aufgaben, die ärztlich mitbetreut werden müssen - typische Beispiele sind Qualitätssicherung, Hygiene, Transfusionswesen und Ähnliches. 

 

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