HÄMATOLOGISCH ONKOLOGISCHER SCHWERPUNKT
Dres. Müller-Hagen | Bertram | Graefe | Kollegen

Prüfung auf Arznei-Wechselwirkungen

Mit Hilfe unserer spezialisierten Partnerapotheke, der antares-Apotheke, haben wir die Patientensicherheit erhöht, indem wir systematisch Medikamentenwechselwirkungen klären können. Geprüft wird, ob die verschiedenen Medikamente und Stoffe, die unsere Patienten zusätzlich zu von uns verschriebenen Chemotherapien zu sich nehmen, sich überhaupt mit der Chemotherapie und auch untereinander alle vertragen.

Durch den wissenschaftlichen Fortschritt ist die Anwendung der onkologischen Medikamente immer genauer geworden, die Zahl der möglichen Therapien steigt erfreulicherweise an. Zugleich steigt das Risiko von Wechselwirkungen -  besonders wenn viele Arzneimittel gleichzeitig zusätzlich eingenommen werden: mehr Medikamente bieten auch mehr Möglichkeiten zu Unverträglichkeiten: Wirkabschwächungen, aber auch  Wirkverstärkungen können die Folge sein. Krebsbehandlung könnte unkalkulierbar werden, Versagen könnte mit Wirkabschwächung verwechselt werden, vermeidbare ungewollte Wirkverstärkung könnte mit grundsätzlicher Unverträglichkeit verwechselt werden. Die Spezialisten für die Herstellung von Chemotherapie-Zubereitungen ("Chemo-Infusion") der ZytoService Deutschland GmbH und der antares-Apotheke, mit denen wir zusammenarbeiten, bieten an:

  • Patient gibt die Erlaubnis
  • eine speziell in der Onkologie geschulte pharmazeutisch ausgebildete Person erfasst sämtliche eingenommenen Medikamente und Substanzen
  • Es wird eine Datenbankrecherche vorgenommen
  • die Ergebnisse werden vom behandelnden Onkologen bewertet und
  • sollten sich Anpassungen der Medikation ergeben, werden sie in der Praxis mit dem Patienten besprochen.

Einflussfaktoren

Es werden sämtliche Medikamente (auch unabhängig davon, ob es Pflaster, Zäpfchen, Tropfen oder Tabletten sind) und Zusatzstoffe (manchmal sind Vitamine, Spurenelemente, "biologische Substanzen" etc. wichtig) und bestimmte Nahrungs- oder Nahrungsergänzungsmittel (Beispiele: nehmen Sie Grapefruitsaft oder Johanniskraut?) daraufhin geprüft, ob Dosierungen und Einnahmezeitpunkte plausibel sind und vor allem, ob gegenseitige Abschwächungen oder (häufiger) unkalkulierbare Wirkverstärkungen bis hin zur Giftigkeit zu befürchten sind. Sicherheit zuerst: wir möchten gewarnt sein, wenn Wirkverstärkungen der Chemotherapie zu fürchten sein könnten: Das wäre nichts anderes als eine Überdosierung trotz korrekten Rechnens bei der Dosisbestimmung. Aber auch nicht ganz so problematische Dosierungsprobleme, Wechselwirkungen oder Einnahmefehler würden auffallen und könnten behoben werden. Manchmal werden wir einfach nur noch einmal gemahnt, ausreichend auf mögliche Herzrhythmusprobleme oder gestörte Kaliumspiegel acht zu geben..

Befragung

Man braucht: Name, Darreichung, Dosis, Einnahmezeiten. Die Medikamente werden nicht selten von verschiedenen Ärzten verschrieben und sind dann nicht immer gemeinsam in Erinnerung. Gelegentlich werden die Pläne durch eigene Einkäufe ergänzt. Fast nie sind vorhandene schriftliche Pläne noch 100% gültig, meist hören wir: "die nehme ich nicht mehr" oder "davon habe ich inzwischen eine höhere Dosis" oder "da habe ich doch die anderen!". Wir glauben nur bedingt an Medikamentenlisten. Wir raten unseren Patienten, dass sie einmal alle Medikamente zu Haus auf den Tisch legen sollten und sich wirklich fragen, was aktuell ist.

Daher erfolgt die Erfassung der Medikation telefonisch. Nur so können die Patienten ohne Stress nachsehen, wie man manche komplizierte Namen schreibt ("die grünen Pillen, Sie müssen das doch wissen!" - Wissen wir manchmal wirklich nicht. Außer, Sie lesen uns den Namen vor). Die Auswertung selbst erfolgt in Ruhe, es werden eine Reihe von hochspeziellen Datenbanken befragt, und diese Arbeit wird von Spezialisten aus Apotheke und Chemotherapie-Herstellung geleistet, also dort, wo das know-how besonders gut verfügbar ist. Die Information über das Ergebnis erhalten die Patienten über uns als behandelnde Ärzte

Spätestens, wenn Sie mehr als vier Medikamente einnehmen:

Wenn die Situation durch eine Medikamentenvielzahl droht unübersichtlich zu sein, sprechen Sie uns an und erlauben Sie uns die Datenübermittlung, stimmen Sie dem Arzneiinterview zu, machen Sie mit! Wir versprechen uns vom kompetenten Telefoninterview eine Entlastung der Sprechstunde und ein hohes Maß an Professionalität - und vor allem: Mehr Sicherheit für unsere Patienten!

 

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