HÄMATOLOGISCH ONKOLOGISCHER SCHWERPUNKT
Dres. Müller-Hagen | Bertram | Graefe | Kollegen

Kooperationen - mit wem wir besonders eng zusammenarbeiten

Gerade eine Spezialpraxis, die praktisch nur auf dem Gebiet der Hämatologie und Onkologie tätig ist, muss in ein Netz von Kooperationen eingebunden sein. Der Hämatologe und noch mehr der Onkologe allein kann viele Maßnahmen nicht selbst durchführen, wohl aber ihre Notwendigkeit erkennen. Und er hat die Verantwortung dafür, den Patienten zum richtigen Zeitpunkt zum passenden weiteren Spezialisten oder in die passende Institution zu lenken.

Gelegentlich sind wir zwar der Meinung, dass es den einen "bestgeeigneten" Ansprechpartner für bestimmte Fragen, Techniken oder Erkrankungen gibt. In der Regel betrifft das unsere Einschätzung von Erfahrung in der jeweiligen Institution oder direkt die Erfahrung einzelner Ärzte. Es mag auch Eindrücke betreffen, die wir gewinnen zur Pflegequalität oder Personalausstattung gerade von Krankenhäusern. – Gar nicht interessieren wir uns für Zimmergrößen oder halten uns mit Wohlfühl-Aspekten auf. Andererseits wird in der Metropolregion Hamburg medizinische Kompetenz relativ breit auf hohem Niveau angeboten. Häufig wählt man daher seine Ansprechpartner im Krankenhaus je nach Verfügbarkeit eines Bettes bzw. nach der Nähe von Praxis oder Krankenhaus zum Wohnort. Wenn es gleich gute Angebote in häuslicher Nähe oder weiter weg gibt, wählen die meisten Patienten erfahrungsgemäß die heimatnähere Versorgung. Dementsprechend arbeiten wir mit verschiedenen ähnlichen Einrichtungen zusammen. Das wirkt sich vor allem auf die Strahlentherapie und auf die Einweisung in Krankenhäuser mit onkologischer oder hämatologischer Spezialisierung aus.

Aus gutem Grund legen wir aber Wert auf einen Grundsatz: Wenn Patienten zuvor in einem Krankenhaus behandelt worden sind, werden wir immer zusehen, dass dieses Krankenhaus als erstes wieder gefragt wird, wenn eine erneute Krankenhausbehandlung geplant werden muss.

Albertinen-Krankenhaus

Eine besondere Kooperation gibt es mit dem Albertinen-Krankenhaus. Hier stellen wir die hochspezialisierte fachärztliche Versorgung in Fragen der Hämatologie und Onkologie als beratende Ärzte sicher, treffen uns regelmäßig mehrfach pro Woche und leiten Fallkonferenzen ("Tumorboard" "onkologische Konferenz"). Damit kann zum einen dafür gesorgt werden, dass eine möglicherweise notwendige stationäre Weiterbehandlung unserer ambulanten Patienten in sehr enger Absprache "aus einem Guss" stattfindet - zum zweiten gilt andersherum das Gleiche: Wenn eine Diagnose stationär gestellt wird, kann eine stationäre Behandlung so abgesprochen werden, dass sie nach Entlassung bruchlos ambulant weiter geführt werden kann. Wir vermeiden erfolgreich eine Menge Reibung zwischen "ambulant" und "stationär", die anderswo leider noch immer vorkommt. Die Tumorkonferenzen bieten zudem die Möglichkeit, von uns ambulant betreute Patienten einem Gremium von Spezialisten (Pathologe, Strahlentherapeut, Tumorchirurg, Strahlendiagnostiker...) vorzustellen, wenn es zu Situationen kommt, in denen Absprachen und gemeinsame Beratung erforderlich sind.

Zytostatika ("Krebsmedikamente")

Die antares apotheke mit dem Herstellungsbetrieb ZytoService ist unser hochspezialisierter Kooperationspartner, wenn es um die Versorgung mit Zytostatikalösungen für unsere Patienten geht. Hier werden die (eine sehr spezialisierte Ausrüstung erfordernde) Herstellungen von individuellen Medikamentenlösungen zur Infusion vorgenommen. Wir bestellen die Lösungen für unsere Infusionspatienten bei dieser Apotheke in der Regel am Vortag der Infusion, damit es nicht zu Wartezeiten kommt. Die Apotheken liefern direkt in die Praxis und die Patienten müssen nicht die für sie rezeptierten Lösungen in der Apotheke abholen und selbst zu uns bringen. Ein solches Vorgehen ist weithin üblich und bewirkt, dass der Patient sich hier seine Apotheke nicht selbst aussucht - was aber gesetzlich für Fälle wie diesen auch so vorgesehen ist.

Die "Apotheke um die Ecke", die Apotheke zur Post in der Oldesloer Straße 2, 22457 HH, ist unsere Partnerapotheke für alle anderen Belange der Medikamentenversorgung der Patienten der Schnelsener Stammpraxis. In aller Regel hat man dort auch gerade diejenigen Spezialpräparate in Tablettenform vorrätig, die üblicherweise nicht außerhalb von hämatologisch-onkologischen Spezialpraxen verschrieben werden.

Eine Reihe von Krankenkassen hat, zuletzt gültig ab Anfang 2017, eine Ausschreibung vorgenommen, um ihre Patienten billiger versorgen lassen zu können. Dadurch wird uns vorgegeben, von wem die Medikamente zu beziehen sind. Wir sind selbstverständlich bemüht, mit den erhöhten Anforderungen an die Logistik, die dadurch entstehen, so zurechtzukommen, dass unsere Patienten den Unterschied nicht merken.

UCCH

Das universitäre Krebszentrum Hamburg (UCCH) am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) ist eine weitere wichtige Institution, mit der wir zusammenarbeiten. Das UKE hat auch außerhalb der Abteilung für Onkologie eine Vielzahl von Krankenhausabteilungen, in denen Patienten mit Krebserkrankungen betreut werden. Beispiele: Gynäkologie -– Brustkrebs; Chirurgie –- Darmkrebs [wie natürlich Albertinen auch selbst]; Hals-Nasen-Ohren-Abteilung –- Zungenkrebs; Orthopädie -– Knochenkrebs u.s.w. In den meisten Abteilungen wird schon lange parallel eigenständig Forschung und Versorgung auf sehr hohem Niveau geleistet, aber moderne Behandlungen fordern auch in Universitäten mehr Koordinierung und Zusammenarbeit. In der Organisation UCCH hat das UKE diese Kräfte gebündelt und die interne Zusammenarbeit der Abteilungen gestärkt und dadurch im Übrigen eine namhafte Förderung als eines von bundesweit rund einem Dutzend nationaler Spitzenzentren erhalten (sogenanntes CCC = comprehensive cancer center). Ein wesentlicher Bestandteil des Auftrages von UCCH und CCC ist der Gedanke, in der Region als Referenzzentrum zur Verfügung zu stehen. Wir finden es in unserer Praxisgruppe beruhigend, mit dem UCCH eine Organisation als Partner zu haben, auf deren Kompetenz man in besonders schwierigen Fällen zurückgreifen kann.

Liste wichtiger Kooperationspartner
 

Strahlentherapie

visiorad Radiologie Pinneberg; Dres. Linde, Marx et al

Klinik für Strahlentherapie im (stationär) / MVZ Strahlentherapie am (ambulant) Universitätsklinikum Eppendorf

Strahlenzentrum Hamburg PD Fehlauer, Prof. Seegenschmiedt et al

Radiologische Allianz Mörkenstraße Prof. Würschmidt et al

Brustmedizin

Albertinen-Brustzentrum - insbesondere Abt. für Gynäkologie des Albertinen-Krankenhauses

Bei Problemen mit Lymphstau sind Kooperanden des Brustzentrums:

  • Lymphnetz Hamburg e.V.
  • Physiotherapiepraxis Josenhans

Gesprächsangebote für Betroffene: Fr. N. Nordenbruch Verein Amor statt Tumor e.V.

Chirurgie

Abt. für Visceral-, Tumor- und Thoraxchirurgie, Dr. Daniels und Darmzentrum des Albertinen-Krankenhauses

Innere Medizin

Innere Medizin und allgemeine Onkologie (stationär): Albertinen-Krankenhaus

 

Spezielle Onkologie und Hämatologie (stationär): Universitätsklinikum Eppendorf UCCH

Knochenmarktransplantation

grundsätzlich: Universitätsklinikum Eppendorf

Spezielle Fälle (Patienten mit Myelom): 2. Med. Abteilung AK Altona

Hämatopathologie

Dres. Tiemann, Schulte et al. HH

Versorgung unserer Patienten mit Krebsmedikamenten

Grundsätzlich: antares-apotheke

Ggf. weitere Hersteller-Apotheken je nach Vorgaben von Krankenkassen (Los-Gewinner in Ausschreibungsverfahren)

Pflegedienste

regionale Pflegedienste - Prinzip der Wohnortnähr und der Absprache mit dem Hausarzt

ambulante Palliativpflege: Palliativ- und Pflegedienst Goldbach

SAPV spezielle ambulante Palliativ-Versorgung: PalliativPartner Hamburg

Berufsverband

Unsere berufspolitischen Interessen (und wir sind sicher: damit auch die Interessen unserer Patienten!) vertritt der BNHO, der Berufsverband der niedergelassenen Hämatologen und Onkologen

Ärztenetz

Wir sind organisiert im Ärztenetz Hamburg

Psychoonkologie, Ernährungsberatung s. eigene Seiten in unserem Internetauftritt

 

 

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