HÄMATOLOGISCH ONKOLOGISCHER SCHWERPUNKT
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Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung im Hämatologisch-onkologischen Schwerpunkt:
QEP-zertifizierte Praxis

 

Qualitätsmerkmal: zertifizierte Praxis

Qualitätsmerkmale des Schwerpunktes sind u.a.

  • QEP ("Qualität und Entwicklung in Praxen") in der von der Fachgesellschaft empfohlenen Variante QEP-Onkologie als Qualitätsmanagement-System ist eingeführt und die Stammpraxis in Schnelsen ist seit 08/2010 zertifiziert. Damit zählt sie zu den ersten nach diesem System zertifizierten Praxen ganz Hamburgs. Die Zertifizierung gilt bis 09.08.2013

Zertifikat Brustzentrum und QEP-Zertifikat

 
 

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Offensive Qualität

Der Hämatologisch-onkologische Schwerpunkt nimmt an der "Offensive Qualität" teil [13.09.06] - einer Einrichtung des Vereins Hamburger Gesundheit e.V., die sich der Verbesserung der Versorgung von Frauen mit Brustkrebs verschrieben hat. Genauere Informationen [hier] (Hyperlink zum Internetauftritt der Offensive Qualität):

DMP Brustkrebs: von gestern.

"Disease Management Program" (DMP) ist der Oberbegriff für eine Reihe von Programmen, mit denen Patienten in der Regel freiwillig, aber gelockt durch Vergünstigungen von Ihrer Krankenkasse, innerhalb eines streng definierten Kataloges von Vorgehensweisen und Leistungen durch Ärzte behandelt werden, mit denen die Kasse Zusatzverträge gemacht hatte. Lange hatten Kassen und das Bundesgesundheitsministerium der damaligen Ministerin Ulla Schmidt gepredigt, dass sogenannte DMPs (auf Deutsch etwa: Krankheitsmanagementprogramme) die Versorgung verbessern. Deutschland gesünder machen. Auch Frauen mit Brustkrebs.

Anzumerken ist (und dies ist eine politische Bewertung): Die Macher des DMP saßen in der Marketing-Abteilung des Gesundheitsministeriums der großen Koalition (Ministerin Ulla Schmidt). Es wirkte in der breiten Öffentlichkeit eben gut, wenn die Bundesgesundheitsministerin den Eindruck erwecken konnte "wir machen was gegen Brustkrebs". Die Krankenkassen hatten im Rahmen von Geldverschiebungen zwischen den Kassen (Risikostrukturausgleich) Vorteile davon erhalten, möglichst viele ihrer Mitglieder in DMPs nachweisen zu können. Wir haben wiederholt von Patientinnen gehört, die aus call-centers von Kassen bedrängt wurden, sich einzutragen. Wir kennen aber keinen Fachonkologen, der uns hätte erklären können, auf welche Weise die Behandlung in einer onkologischen Praxis durch dieses Programm jemals verbessert worden wäre.

Wir hatten uns ebenfalls beteiligt, aber es war eine Art Mitmachen ohne tiefere Überzeugung. Qualitätsziele, die dieses Programm abgefragt hatte, wurden - soweit erkennbar - jedenfalls längst durch die qualitativ hochwertige Arbeit des Albertinen-Brustzentrums (wir sind die dort tätigen internistischen Onkologen als Partner des Albertinen-Krankenhauses) mehr als erfüllt. Völlig unnötig, ähnliche Fragen doppelt auszuwerten. Wir hatten eigentlich nur eines davon: sinnlose Fragebögen. Was bleibt: Kassen waren die Gewinner und als onkologisch spezialisierte Ärzte hatten wir den Ärger mit sinnfreier Bürokratie, Formularen und Statistiken..

Seit es für die Kassen gilt, ihre Zahlungsströme auf der Basis des sogenannten morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs untereinander zu regeln, hat das DMP Mamma an Attraktivität für die Kassen verloren. Wir haben die Teilnahme daraufhin gekündigt.

Wichtig: Man sollte das DMP Mamma nicht verwechseln mit anderen DMPs. Der Unsinn mit dem DMP Mamma-Ca ist möglicherweise nicht auf das DMP Diabetes (oder weitere DMPs) zu übertragen. Vermutlich werden wir hierzu in einigen Jahren Fakten sehen, die erlauben, deren Nutzen zu erkennen. Es kann durchaus sein, dass beispielsweise das DMP Diabetes dazu verhilft, dass weniger Diabetiker Komplikationen erleiden.

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Letzte Änderung 27.08.10