
|
Ja, wir bieten in vielen Fällen die Nachsorge
an. Doch Achtung: Mit diesem Begriff verbinden sich unterschiedlichste
Vorstellungen. Vor allem erwarten fast alle Patientinnen und Patienten,
dass nach Überstehen einer ersten Therapiephase einer Krebserkrankung,
die nicht selten OP, Chemotherapie und Bestrahlung umfasst hat, dann
regelmäßige und intensive technische Untersuchungen vor den Konsequenzen
eines Rückfalls schützen würden. |
|||
|
Das ist leider nicht so einfach und häufig
sogar falsch. Man könnte intuitiv meinen, dass
bei Symptomfreiheit ein um einige Monate früheres Auffinden eines Rückfalls die Chancen verbessert.
Nur wenn das stimmt, lohnt es sich, auch ohne Symptome Untersuchungen wie Labor, Röntgen,
Ultraschall, Kernspin oder Szintigraphie zu veranlassen. Teils gibt
es Anhaltspunkte für einen solchen Nutzen und wir suchen in der Nachsorge
danach, teils wurde bewiesen, dass ein solcher Nutzen nicht zu erkennen ist -
und wir sollten dann die Situation nicht durch Untersuchungen
verschlimmbessern. Jedenfalls aber hat Nachsorge ihren Sinn - und wenn er in der
Begleitung liegt und im Erkenntnisgewinn über Langzeitergebnisse. |
|||
![]()
|
|
Schlaglichtartig zeigen einige Details, wie unterschiedlich die Situation sein kann:
|
|
| Insgesamt: Wir unterstützen Nachsorge und ermutigen dazu, aber wir wünschen uns, in aller Ruhe über die jeweiligen individuellen Zwecke zu reden. Nicht für jeden Patienten mit jeder Erkrankung kann und soll Nachsorge dasselbe leisten. Nicht für jeden Patienten ist sie auf dieselbe Art durchzuführen. Nicht in jedem Falle sind Laborwerte besonders nützlich. Häufig sind Tumormarker viel weniger hilfreich, als die Patienten denken. Nicht immer braucht es Kernspin oder CT. | |||
letzte Änderung 21.08.11
[->Seitenbeginn] [Impressum]